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Tourismus Küstenfischerei Historie

Ausstellung Küstenfischerei in Büsum

Das Leben und Arbeiten in der Fischerei von anno dazumal bis heute, können Sie im museum am meer erfahren und erleben.
 

Eine kleine Zeitreise...

  • Schifffahrt wird seit über 4000 Jahren vor der Küste Dithmarschens vermutet; Belege für frühen Handel und kulturellen Austausch: z. B. Fund ägyptischer Glasperlen in Grabhügeln
  • 1281 wird ein Vertrag mit der Hansestadt Hamburg über ungehinderten Handels-verkehr abgeschlossen, dies deutet auf frühen Handel und einen Hafen hin
  • Im 15./16. Jh. fischen Büsumer in einem Gebiet bis vor die Küste Helgolands
  • Nach der Reformation (1532) geht die Fischerei zurück. Gründe: Eindeichungen und Gewinn von fruchtbarem Land, die Ernährung wird durch Landwirtschaft gesichert; Watt-fischerei wird zum Nebenerwerb und vor allem von Frauen ausgeübt
  • Für 1624 sind erste Krabbenfänge nachge-wiesen, jedoch bis zum Ende des 19. Jhs. nur für den Eigenbedarf. Der Krabbenfang wurde zunächst mit dem Schiebehamen per Hand durchgeführt; erst ab 1886 per Kutter
  • Ende des 19. Jh. wird die Seefischerei in Büsum zum Erwerbszweig (auf Anregung des Finkenwerder Fischers Wilhelm Külper)
  • Die Fischindustrie steigt durch Konserven-fabriken und Räuchereien und nicht zuletzt durch den Eisenbahnanschluss 1883 zum wichtigsten Wirtschaftszweig auf
  • Ab 1900 werden die Kutter mit Motoren und Handwinden (Taljen) ausgerüstet
  • 1890 gibt es 12 Kutter, 1906 55 Kutter
  • 1906 wird ein Krabbenfischerverband gegründet
  • 1911 entsteht eine Genossenschaft zur Vermarktung der Krabben, die 1918 in der neu gegründeten Fischereigesellschaft aufgeht
  • 1915 wendet sich der erste Büsumer Fischer (Fritz Schauland) der Schollenfischerei zu
  • 1920 gibt es in Büsum die ersten Hochseekutter
  • 1926 werden die ersten Hüttfässer angeschafft. Dies sind eine Art schwimmende Kisten, in denen Schollen lebend im Hafenbecken gelagert werden konnten
  • 1940 werden ca. 60 Kutter als Nebelträger nach Frankreich eingezogen, bald darauf werden einige davon wieder entlassen, um die Ernährung der Bevölkerung zu sichern; das Fischen in dieser Zeit war eine gefährliche Angelegenheit: Es gab große Verluste durch Seeminen und Luftangriffe auf See unter den Besatzungen und ihren Booten: Nach dem Krieg sind 106 von 132 Kuttern (1939) verblieben
  • Nach 1952 wird das Fischen mit zwei Baumkurren üblich
  • Zahl der Kutter sinkt immer weiter (1950 120 Kutter, 1960 101 Kutter, 1965 67 Kutter, 1975 48 Kutter, 1980 37 Kutter, 1998 35 Kutter, 2000 40 Kutter, 2012 33 Kutter), jedoch nimmt die Größe und Leistungsfähigkeit der Kutter immer weiter zu. Inzwischen muss ein Betrieb mit einem modernen Stahlkutter ausgestattet sein, um wirtschaftlich zu überleben

Exponate zum Staunen
Alte Impressionen
Schiffsmodelle




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